Vernunft wegbassen – Über den Regress in der Technoszene

Als der litauische Technoproduzent „Ten Walls“ alias Mario Basanov, der mit dem Titel „Walking with Elephants“ einen großen Szenehit landete, im Sommer 2015 auf seinem Facebook-Profil Schwule mit pädophilen Priestern, die Kinder missbrauchen, verglich (1), handelte er sich damit einen Shitstorm sondergleichen ein, der seine Karriere binnen kürzester Zeit komplett zerstörte. Eine Reihe namhafter DJs postete auf Facebook Bilder von zerbrochenen „Ten Walls“-Platten, drückte ihren Unmut über die Homophobie des Litauers aus oder nutzte die öffentliche Meinung gleich zu einer Generalabrechnung mit Basanov. Diese heftige Ablehnung, die den homophoben Aussagen des Erfolgsproduzenten entgegenschlug, war ein richtiges Statement, auch wenn es durchaus kritikwürdig erscheint, dass der eine oder andere bekannte DJ seine/ihre persönlichen und wahrscheinlich schon weitaus länger anhaltenden Differenzen mit „Ten Walls“ genau in dem Moment ausfechten musste, als ohnehin schon alle auf den Produzenten einprügelten. (2)

Gerade die Technoszene war und ist schon immer eng mit einer schwulen Subkultur verbunden, das „Berghain“ in Berlin mit einer sehr schwulenfreundlichen Türpolitik oder auch die generelle Entstehungsgeschichte von Techno, die zu einem nicht unwesentlichen Teil aus der homosexuellen Feierkultur der späten 70er und 80er Jahre zu Disco- oder Housemusik sich speist, seien da als herausragende Beispiele genannt. Nun hat eine generelle Ablehnung von Homophobie nicht unbedingt etwas mit einer linken Gesinnung zu tun, sondern ist mittlerweile auch bei großen Teilen der Mainstream-Kultur angekommen, die im Jahre 2017 endlich gesetzlich erlaubte „Ehe für Alle“ bestätigt diesen Siegeszug der Kämpfer für eine rechtliche Gleichstellung homo- und heterosexueller Menschen. Und das Ausgehen und Feiern zu elektronischer Tanzmusik ist ebenfalls nicht links, nicht gesellschaftsalternativ, sondern schlichtweg eine nicht unsympathische Flucht vor dem Arbeitsalltag, vor Prüfungsstress oder Ärger mit Eltern, Familie, Partner oder Partnerin. Wer das Wochenende durchfeiert und dabei Drogen nimmt, handelt nicht widerständig, sondern erfüllt sich sein eigenes persönliches Quentchen Glück. Lediglich in islamischen Diktaturen wie dem Iran ist das Tanzen zu 4/4-Rhythmen ein oppositioneller Akt, denn Musik, Tanz und Alkoholkonsum gelten für das dortige Mullah-Regime als unislamisch. (3)

Woran die subkulturelle Technoszene aber mittlerweile anscheinend kaum noch vorbeikommt, ist eine diffuse Annäherung an Theoriefragmente der linksradikalen Szene. Festivals sind nicht einfach nur Festivals, auf denen diverse DJs Musik auflegen und Leute dazu in bisweilen ziemlich albernen Kostümierungen tanzen, Festivals (wie die Fusion als bekanntestes Beispiel) sind „Freiräume“, sind „Ferienkommunismus“, in dem das Antlitz einer befreiten Gesellschaft schon im hier und jetzt durchscheinen soll. (4) Neben der vollkommen fehlenden Privatsphäre, das Aufgehen des Einzelnen in der kollektiven Masse und teilweise schwierigen hygienischen Bedingungen wie übervollen Dixi-Toiletten oder mangelnder Wasserversorgung – alles Dinge, die nicht unbedingt für eine „befreite“ Gesellschaft sprechen – sind es vor allem gewisse politische Ausrichtungen, die, wenn man es denn wirklich ernst meinen würde mit einem Vorschein des Kommunismus, einem die Nackenhaare aufstellen. Neben den obligatorischen und mittlerweile auf nahezu allen Festivals präsenten Esoterik-Workshops wie „Klangschalen Meditation“, „Schamanistischer Intensivworkshop“ oder „Trancetanz“ (5), die zwar eine Infantilisierung der Teilnehmer weiter befördern, aber im Großen und Ganzen als spinnerte Privatmarotten abzutun sind, sind es vor allem die politischen Konnotationen, welche man ernst nehmen sollte. Auch in diesem Fall ist es vor allem das Fusion Festival, welches einen explizit linken Anspruch formuliert und ein Sammelbecken nahezu aller linken und linksradikalen Strömungen in Deutschland darstellt. Nur deshalb ist es möglich, dass es 2018 einen Vortrag über linken Antisemitismus neben einer Podiumsdiskussion mit Angehörigen der antisemitischen „Boycott, Divestment and Sanctions“-Bewegung (BDS) zum Thema „Wie kann ein kultureller Boykott Israels aussehen“ geben konnte. Das Thema Israel hat es der Fusion wohl schwer angetan (6), denn schon 2011 gab es ein sog. „Free Olive Tent“, in dem die Fahrt der „Free Gaza Flotille“ 2010 glorifiziert wurde, alles unter dem Deckmantel eines antiimperialistisch-antizionistischen Blicks auf den Nahostkonflikt und unter Ausblendung der terroristischen Herrschaft der antisemitischen Hamas und dem großen Zuspruch, den diese im Gaza-Streifen erfährt. Auf kritische Nachfragen wurde 2011 und auch 2018 in Bezug auf das Auftreten von BDS-Anhängern bei Workshops des Berliner „Arab Underground“-Kollektivs von Seiten der Festival-Organisatoren zuerst nicht reagiert, erst im März 2019 wurde ein längeres Statement der Fusion nachgeschoben. Darin beharren die Verfasser nicht nur konsequent auf ihr anscheinend angeborenes Menschenrecht auf „Israelkritik“ und blenden vollkommen die terroristischen Aktivitäten von Hamas, Islamischer Dschihad usw. und die breite antisemitische Stimmung im Gaza-Streifen und im Westjordanland aus, es wird auch noch – und das ist in Deutschland bislang eher noch ein Novum – die BDS-Bewegung schlichtweg nicht als antisemitisch deklariert und das Auftreten von BDS-Anhängern auf dem Festival verteidigt. Schuld allein habe der Judenstaat. (7)

Nichts darf die linke Eintracht auf dem Fusion Festival stören, die sich in den diversen Transparenten (wie z. B. ein Bettlaken mit der Aufschrift „Social climate change statt Rassismus – Gegen AfD und Braunkohleabbau“ als Best-Of linker Befindlichkeiten), Polit-Workshops, dem Partizipieren diverser linker Gruppen oder dem Auslegen der antizionistischen Blätter „Junge Welt“ und „Neues Deutschland“ zeigt. Man kann nur froh sein, dass sich ein Großteil der Besucher eher dafür interessiert, mehr oder minder gute Musik zu hören und Drogen zu nehmen. Etwas Besseres für die Menschheit als der Ist-Zustand würde mit Sicherheit nicht von diesen Ideologen, die den von der Fusion bereitwillig zur Verfügung gestellten Platz für ihre fragwürdige Propaganda nutzen, ausgehen. Das macht sich auch in der hauptsächlichen Ablehnung von angeblichem oder tatsächlichem Rassismus sowie dem konformistischen Eindreschen auf die AfD bemerkbar – als ob irgendwer, der zur Fusion fährt, Sympathien mit dieser Partei hätte – , aber niemals in der Thematisierung des weltweiten Djihadismus, der vor nichts und niemandem Halt macht, auch nicht vor Leuten, die abends ein Bier in einer Szenebar trinken oder ein Konzert einer Indie-Rock-Band besuchen wollen, wie in Paris im November 2015 geschehen, als IS-Anhänger 130 Menschen töteten, die nichts weiter getan hatten, als das, was auch für die meisten Fusion-Besucher zum Wochenendalltag gehört. Dafür wurde der bekannte Techno-DJ Konstantin aus Weimar während seines Gigs an der „Tankwüste“ mit Flaschen beworfen, weil er 2017 in einem Interview mit dem „Groove“-Magazin dümmliche und haltlose biologistische Aussagen über weibliche DJs getätigt hatte (8), sodass er seinen Gig schließlich abbrechen musste. Dass dabei auch noch seine DJ-Partnerin Elli getroffen wurde – ein Kollateralschaden für die selbsternannten Kämpfer für den intersektionalen Feminismus.

Das Thema BDS und Israelboykott erreichte im September 2018 auch die „Big Names“ der elektronischen Musik. Nachdem schon diverse Bands wie Portishead, Massive Attack oder die Young Fathers ihre Unterstützung für den BDS verkündeten, zogen Größen der Technoszene nach, u.a. Caribou, Four Tet, The Black Madonna oder Ben Ufo, die sich allesamt unter dem Hashtag „DjsForPalestine“ versammelten. Während die offene Unterstützung für den BDS in England gang und gäbe ist, schrecken in Deutschland viele noch zurück, zu offensichtlich sind die Analogien eines Warenboykotts israelischer Produkte zur Naziparole „Kauft nicht bei Juden“. Vor diesem Hintergrund ist auch die Absage des Berliner Clubs „about blank“ zu sehen, der irgendwie als „antideutsch“ gilt, der kurzfristig nach Bekanntwerden der BDS-Unterstützung des Kollektivs „Room 4 Resistance“ eine für Mitte September angesetzte Veranstaltung eben dieser dubiosen Vereinigung absagte. So sehr das auch zu begrüßen ist, so sehr ärgert nicht nur das intersektionale Geschwurbel in der Begründung des „about blank“ (9), sondern auch das einige Tage später nachgeschobene Statement, dass die Macher des „about blank“ zwar Meinungsverschiedenheiten mit dem „Room 4 Resistance“-Kollektiv hätten, aber beide stünden in einem konstruktiven Dialog und seien sich einig in ihrer Ablehnung der Hamas und des Antisemitismus, aber ebenso auch des Rassismus und – natürlich – der Islamophobie. Beide Parteien wollen sich nicht in ein „wir und die“ spalten lassen. Einigkeit bedeutet eben doch mehr, als ein wirklich konsequentes Vorgehen gegen Antisemitismus, Antizionismus und Israelhass, der dancefloorfreundlich daherkommt. (10)

In eine ähnliche Kerbe haut die im vergangenen Herbst veröffentlichte Dokumentation „Palestine Underground“, ein Film des bekannten Boiler Room-Netzwerks über die Musikszene im Westjordanland und dem Gaza-Streifen, in dem Israel konsequent als „Palestine 48“ bezeichnet wird und diverse subkulturelle Israelhasser wie die „Jazar Crew“ zu Wort kommen. Der Film wurde im Februar im Berliner Club „Mensch Meier“ auf einer Party von „Arab Underground“ und dem Bremer „La6izi“-Kollektiv gezeigt, passend dazu legte die palästinensische Djane Sama auf, die auf ihren sozialen Kanälen eine besonders große antisemitische Obsession an den Tag legt und fast ausschließlich verschwörungstheoretische anti-israelische Artikel postet. (11)

Zusätzlich stellt die Organisation diverser Paraden unter einem politischen Motto mittlerweile einen ernstzunehmenden Regress in der Technosubkultur dar. Nun spricht erstmal nichts dagegen, wenn Menschen, die sich sonst primär für den samstagabendlichen Ausgang in den Club interessieren, sich auch politisch äußern. Allerdings sollte dies ein Mindestmaß an Kenntnis der kritisierten Zustände erfordern und zudem auch über bauchlinke Befindlichkeiten hinausgehende kritische Gedanken einschliessen. Genau das passiert aber nicht, wenn jetzt, 20 Jahre nachdem die „Love Parade“ ihren Höhepunkt erreichte, wieder Paraden mit zehntausenden Teilnehmern organisiert werden, die mal unter dem Motto „Lieber tanz ich als G20“ (12), „AfD wegbassen“ (13) oder „Fluchtwege freibassen“ (14) stattfinden und Teilnehmerzahlen mobilisieren, von denen die radikale Linke nur träumen kann. Dabei äußern sich die Organisatoren dieser öffentlichen Raves komplett auf Linie des politischen Mainstreams und der Mehrheitsgesellschaft: Die AfD, gegen die genug vernünftige Gründe sprechen, wird konsequent als Nazipartei bezeichnet – eine schwere Verharmlosung des historischen Nationalsozialismus. Islamistische Terroranschläge in Europa und anderen Teilen der Welt werden mit keinem Wort erwähnt und zudem ein vollkommen unkritischer Antirassismusbegriff gefördert, der Migranten und Flüchtlinge ausschließlich als Opfer sieht und niemals als selbstständig handelnde Subjekte. Die Vorkommnisse in Chemnitz Ende August und Anfang September letzten Jahres, als tausende Wutbürger, Nazis und sog. Rechtspopulisten nach der Tötung eines Deutsch-Kubaners durch zwei Syrer bzw. Iraker auf die Straße gingen und es teilweise zu Übergriffen auf Migranten, Journalisten, Gegendemonstranten und ein jüdisches Restaurant kam, sorgten für eine weitere vollkommen unkritische Affirmation eines völlig obsoleten Rassismusbegriffs, unter dem mittlerweile auch nahezu jede Kritik des Islams subsumiert wird, wie sich im Unterstützerkreis der gruseligen „unteilbar“-Großdemonstration in Berlin Mitte Oktober zeigte. Dort standen dann Staatskomödianten wie Jan Böhmermann oder Volker Pispers, bekannte Musiker wie Die Ärzte, Tocotronic oder Feine Sahne Fischfilet und das bereits erwähnte „about blank“ sowie die Initiative „Reclaim Club Culture“, die verantwortlich ist für diverse „AfD, Christen-Freaks, Seehofer wegbassen“-Paraden, neben Organisationen wie dem Zentralrat der Muslime, Mohamed Taha Sabri, dem Imam der vom Verfassungsschutz beobachteten Dar-As-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln, Inssan e.V., „Claim-Initiative gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit“ oder der „islamischen Feministin“ und AKP-Apologetin Kübra Gümüsay, die bereits 2017 vom erwähnten „Arab Underground“-Kollektiv ins „Mensch Meier“ eingeladen wurde. (15)

Diese Volksgemeinschaft der anständigen Deutschen gegen die zur nationalsozialistischen Bedrohung hochstilisierte AfD bei gleichzeitiger kompletter Ausblendung des real existierenden islamistischen Terror- und Gefahrenpotentials (was übrigens oft genug auch die Fluchtursache vieler Migranten aus den arabischen Ländern oder Staaten wie dem Iran und Afghanistan darstellt, diese simple Erkenntnis fehlt aber in jedem Aufruf gegen die „Festung Europa“) lässt sich auch damit belegen, dass es zwei Wochen nach der AfD-Demo in Berlin keine “Al Quds-Tag wegbassen”- oder auch „Erdogan wegbassen“-Paraden gab, als der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Ende September 2018 nach Berlin und Köln kam. Gegen Erdogan, der die Türkei mit seiner Partei AKP gerade zu einer islamisch-faschistischen Diktatur umbaut, in der beispielsweise auch das selbstverständliche Recht, Samstagabend ein wenig tanzen zu gehen, Alkohol zu trinken und sich seine Sexualpartner frei zu wählen, immer mehr beschnitten wird, protestierten lediglich einige tausend Demonstranten, darunter viele Kurden und Aleviten. So blieb es allein der Kurdischen Gemeinde vorbehalten, den islamischen Gehalt der Entwicklungen in der Türkei offen zu benennen und zu kritisieren. (16) In Köln hingegen, wo Erdogan einen Ditib-Moschee-Protzbau in Ehrenfeld einweihte, fanden sich 20.000 „Faschist_innen of Colour“, um im infantilen Sprech der Antirassisten zu bleiben, zusammen und konnten ihrem „Reis“ (Führer) ungestört zujubeln.

Dabei bleibt am Ende nur die bittere Erkenntnis, dass Rassismus immer nur dann bekämpft wird, wenn er von sogenannten „alten weißen Männern“ geäußert wird, und das einstmals naiv-sympathische Element der primär subkulturellen Technoszene unter einem Wust politischer Meinungsbekundungen verschwindet, unter denen die BDS-Apologie, dem Einladen und Abfeiern antizionistischer und antisemitischer Acts und Kollektive und die Gleichsetzung von Antisemitismus und einer angeblichen „Islamophobie“ (17) nur die schlimmsten Auswüchse darstellen. Zu fordern wäre daher ein Beharren auf die gedankliche Autonomie des je Einzelnen, der sich seinen freitag- oder samstagabendlichen Clubgang nicht von Ideologen kaputtmachen lässt und auf die naiv-sympathischen Grundsätze der Technoszene rekurriert, ohne dabei in das gängige intersektionale Geschwafel zu verfallen.

1) Mehr Details nachzulesen unter: http://www.fazemag.de/ten-walls-vergleicht-schwule-mit-paedophilen/

2) So z. B. der Frankfurter Technoproduzent Gregor Tresher, der „Ten Walls“ Plagiatsvorwürfe bzgl. seines eigenen, 2015 schon 7 Jahre alten Titels „A Thousand Nights“ machte, just, als ohnehin schon alle auf den litauischen DJ eindroschen.

3) Siehe dazu den Film „Raving Iran“ aus dem Jahre 2016, der den Werdegang des iranischen Technoduos „Blade and Beard“ im Iran und später in der Schweiz begleitet.

4) Eine weiterführende Kritik an dem Hedonismus- bzw. „Ferienkommunismus“-Begriff der Technoszene und des Fusion Festivals gibt es in einer Ausgabe der Halleschen Zeitschrift „Bonjour Tristesse“ zu lesen, online unter: https://bonjourtristesse.wordpress.com/2012/02/18/der-grose-hedonismus-schwindel/

5) Entnommen dem Programm des Habitat Festival 2018 (https://www.habitat-festival.de/programm/kunst-und-kultur.php), des Fusion Festival 2018 (https://www.fusion-festival.de/2018/programm/workshop/) und Wilde Möhre Festival 2018 (https://wildemoehrefestival.de/programm/trancetanz/)

6) Gegen Torsun, dem israelsolidarischen Sänger der Berliner Elektropunkband „Egotronic“ verhängte der Fusion-Häuptling „Eule“ höchstpersönlich ein Auftrittsverbot, siehe: https://www.ox-fanzine.de/web/itv/5122/Interviews.212.html

7) Siehe: https://kulturkosmos.org/newsletter/nahostkonflikt_erreicht_laerz.html

8) Siehe: https://groove.de/2017/06/22/giegling-gelebte-utopie/2/

9) Man muss sich in der Tat sehr verbiegen, um eine Ablehnung des israelbezogenen Antisemitismus in eine intersektionale Ideologie zu pressen, wie es das „about blank“ getan hat – die Konsequenz ihres Geschreibsels offenbart sich in diversen Kommentaren unter ihrem Statement, in denen genau mit diesen intersektionalen Theorien der Hass auf die angebliche „israelische Apartheid“ begründet wird, nachzulesen unter: https://www.facebook.com/aboutblank.li/posts/1180539955418534?tn=K-R

10) Hier der Text des „about blank“ und „Room 4 Resistance“ im Wortlaut: „Joint statement of Room 4 Resistance and ://about blank:
Both Room 4 Resistance and ://about blank share a commitment to fighting oppression and discrimination, even though we disagree on how to do so, especially when it comes to adressing Israel’s role in the conflict in the Middle East. We want to resist the push to make this disagreement into a „us / them“ conflict between club and promoter. Both collectives oppose anti-semitism and Hamas as well as islamophobia and racism. ://about blank and Room 4 Resistance have started a dialogue about what to do next. We are working towards a joint statement, which will be published in the coming weeks. We believe that our club scene can benefit from meaningful dialogue and the centering of under-represented voices.“, veröffentlicht am 15.09.2018 auf: https://www.facebook.com/aboutblank.li/

11) Siehe: https://www.ruhrbarone.de/gegen-jeden-antisemitismus-auch-im-mensch-meier

12) Am 05.07.2017 gegen den G20-Gipfel in Hamburg mit 25.000 Teilnehmern.

13) Am 27.05.2018 in Berlin als Protest gegen eine AfD-Demonstration mit über 70.000 Gegendemonstranten. Unter diesem Motto formierte sich nahezu die komplette Berliner Clubszene (und auch über die Stadtgrenzen hinaus), lediglich die beiden bekanntesten Clubs Berlins, das „Watergate“ und das „Berghain“ fehlten im Unterschriftenkartell (Unterstützerliste online unter: https://www.residentadvisor.net/events/1112352). Bezeichnenderweise kamen zu einem ähnlich ausgerichteten Protestrave, organisiert u.a. von der Kampagne „Stop the Bomb“, vor der iranischen Botschaft Ende Juli 2018 in Solidarität mit einem 17-jährigen iranischen Mädchen, die bauchfrei und ohne Hijab zu westlicher Popmusik getanzt und einen Clip davon auf ihren Instagram-Account hochgeladen hatte und dafür vom Mullah-Regime zu Peitschenhieben und Gefängnis verurteilt wurde, gerade einmal 70 Leute.

14) Ankündigung für den 13.10.2018 in Berlin unter: https://www.facebook.com/events/340659456675461/

15) Eine Kritik an der „unteilbar“-Demonstration bzw. an den daran beteiligten Organisationen formulierten u.a. die Seite „Im Klassenkampf sitzengeblieben“, nachzulesen unter: https://www.facebook.com/notes/im-klassenkampf-sitzengeblieben/warum-unteilbar-keine-antwort-auf-die-voelkische-regression-ist/1963380820621049/, sowie Justus Wertmüller, „Menschenopfer für die Weltoffenheit“, Bahamas Nr. 80, Herbst 2018.

16) Siehe das Statement von Ali Ertan Toprak, dem Bundesvorsitzenden der Kurdischen Gemeinde Deutschlands unter: https://kurdische-gemeinde.de/ein-blutroter-teppich-fuer-erdogan/

17) Zur Kritik des Begriffs „Islamophobie“ siehe die Ausführungen des französischen Philosophen Pascal Bruckner: https://www.nzz.ch/feuilleton/islamophobie-imaginaerer-rassismus-ld.1287872

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